Ein Blick zurück

Eine turbulente Saison geht für die Herren der Berlin Kobras mit dem 44:7 Erfolg gegen die Radebeul Surburbian Foxes zuende. Mit vier Siegen und vier Niederlagen konnten sich die Kobras Seniors nicht nur in der Oberliga Ost etablieren, sondern erreichten so einen am Anfang des Jahres nicht von allen geglaubten Mittelplatz. Dabei mussten die Skeptiker eingestehen, dass die Mannschaft der Seniors, die im letzten Jahr in beeindruckender Art den Aufstieg von der Landesliga in die Oberliga bewerkstelligt hatte, trotz der Trainerproblematik am Anfang des Jahres als Mannschaft zusammenblieb, ihre Rookies und Neueinsteiger wie gewohnt integrierten und so aufzeigen konnte, dass mit ihnen stets zu rechnen sei. Nachdem Tom Balkow, ehemaliger Headcoach der Kobra Ladies,  auf Grund von Dissonanzen mit dem Abteilungsvorstand und dem Verein seinen Posten als HC der Herren niedergelegt und mit seinen Trainern den Verein verlassen hatte, übernahm in dieser schwierigen Zeit Alexander „Ali“ Philipp als Spielertrainer den Posten des Headcoaches. Ihm schloss sich kurz darauf Theo Schrankenmüller als DC an, der schon im letzten Jahr eine wichtige Säule für die Defense war. Zusammen mit den anderen Captains der Mannschaft zeigte man schon im allerersten Spiel gegen die Berlin Thunderbirds auf, dass keine Mannschaft der Oberliga es gegen den Aufsteiger einfach haben würde. Mit 18:0 besiegte man eindrucksvoll die Thunderbirds, wobei sich hier schon zeigte, dass in dieser Saison man besonders auf die Defense der Kobras achten musste. Insgesamt bekam die Defense 128 Punkte eingeschenkt, was bedeutete, dass sie nach den Thunderbirds nicht nur die zweitbeste Defense in der Oberliga stellte, sondern mit nur 16 Punkten pro Spiel einen mehr als respektablen Wert erreichte. Besonders gegen den Lauf waren die Kobras gut gewappnet. Einzig die Magdeburg Virgin Guards, schließlich Aufsteiger in die Regionalliga, konnte mit ihrem Laufspiel die Kobras manches Mal in Schwierigkeiten bringen.

Die Offense der Kobras war zwar nicht auf dem Level der Defense zu sehen, doch durfte man sie nie unterschätzen. Das Laufspiel über die Runningbacks der Kobras verbesserte sich vor allem nach dem schlechtesten Spiel der Kobras in der Saison 2017, der 0:20 Niederlage bei den Thunderbirds, stätig und schuf so die entscheidenden Lücken für die talentierten Receiver. Auch wenn diese wegen Verletzungen nicht immer in der gleichen Formation antreten konnten. Die Offense war es aber schließlich, die mit 162 Punkten, 20,3 pro Spiel, es ermöglichten, dass man drei von vier Heimspiele gewinnen konnte. Hier ist außer dem 44:7 gegen die Radebeuler besonders der 21: 6 Erfolg gegen die Erfurt Indigos zu nennen.

Was der Mannschaft noch fehlte, war ein wenig Abgebrühtheit. Das Spiel in Erfurt, das 7:13, oder die knappe Niederlage in Magdeburg, das 30:46, bei der man sich stets  in Reichweite des Tabellenführers befand, zeigte auf, dass die Kobras in dieser Hinsicht noch einiges zu lernen haben.  Dies vermag die Zukunft der Kobras zeigen, an der schon jetzt der Abteilungsvorstand des Vereins eifrig arbeitet.